Ein Ratgeber für alle, die trotz Demenz mitten im Leben stehen wollen

Das Mutmach-Buch nach der Diagnose

Der erste Ratgeber, der wirklich für Menschen mit der Diagnose Demenz geschrieben wurde.

Ermutigend und alltagstauglich für alle, die ihr Leben trotz allem weiterhin selbst in die Hand nehmen möchten und schon heute gute Entscheidungen für morgen treffen.

Für Menschen, die voll im Leben stehen, ist die Diagnose Demenz ein Schock. Doch niemand verliert von heute auf morgen alle Kompetenzen.

Welche Chancen gibt es, Kurzzeitgedächtnis, Konzentration und Orientierung möglichst lange zu erhalten? Dieser Ratgeber nimmt sowohl die krankheitsbedingten Situationen wie Arztbesuche und Therapien in den Blick, als auch den Alltag mit Autofahren, Einkaufen, Haushalt oder Finanzen.

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Bedürfnissen Alleinlebender sowie auf organisatorischen und technischen Hilfsmitteln zum Erhalt der Alltagskompetenz.

Dieses Buch macht Mut, selbstbestimmt mit der Krankheit zu leben!

Tipps für Ihren Alltag

Checklisten zum Ausfüllen

O-Töne von Menschen mit Demenz

Wie verläuft eine Demenz?

Ein typischer Verlauf der Erkrankung wird ohne Angstmacherei erklärt. Sie erfahren, welche Kompetenzen noch lange erhalten bleiben und für welche Situationen Sie Vorsorge treffen sollten.

Welche Gespräche sind jetzt wichtig?

Erfahrungsberichte, Checklisten und Denkanstöße helfen Ihnen bei Gesprächen mit dem Partner, der Partnerin, Kindern, Nachbarn und Freunden.

 

Schwierige Entscheidungen treffen

Wie beim Autofahren gilt auch in vielen anderen Situationen: Die Diagnose Demenz bedeutet nicht automatisch das Ende der eigenen Fähigkeiten. Lesen Sie, welche Optionen es gibt und wer Sie unterstützen kann.

 

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Dieser Ratgeber ist ein MUST HAVE und MUST READ für uns Betroffene. Wir Menschen mit Demenz stehen im Fokus, es ist ein Dialog auf Augenhöhe, der sich auch in der Sprachwahl widerspiegelt.

Helga Rohra, Demenzaktivistin

Kurze Leseprobe

Aus Kapitel 9:

Wie Sie gute Beziehungen zu anderen Menschen pflegen

Was sollten die Nachbarn wissen?

 

Gute Nachbarn sind eine wichtige Basis für die Wohnqualität. Da, wo Nachbarn aufeinander achten und sich verantwortlich fühlen, passieren viel weniger Schäden. Ein defektes Treppenlicht wird schneller repariert. Ein übervoller Briefkasten wird nicht nur registriert – es wird auch schnell überlegt, ob jemand erkrankt ist und Hilfe braucht. Wie hilfreich ist es, wenn man einen Zweitschlüssel bei einer Vertrauensperson in der unmittelbaren Nachbarschaft hinterlegt hat! Egal ob man sich selbst ausgesperrt hat, ob man in der Wohnung gestürzt ist und Hilfe braucht oder ob in Abwesenheit ein Rohrbruch passiert – in guter Nachbarschaft wird schnell geholfen.

Ihre Nachbarn haben vermutlich längst die eine oder andere Veränderung wahrgenommen. Unsicherheit, Vergesslichkeit und auch Rückzug werden von aufmerksamen Nachbarn bemerkt. Wenn Sie die anderen über den wirklichen Grund im Unklaren lassen, geben Sie Raum für Spekulationen. Sorgen Sie selbst für Klarheit, indem Sie Ihre nächsten Nachbarn über die Diagnose informieren. Doch tun Sie das nicht zwischen Tür und Angel. Sie könnten Ihre Nachbarn beispielsweise auf eine Tasse Kaffee einladen und dann in Ruhe von Ihrer Diagnose berichten.

Nachbarn haben auch Ängste: Was passiert, wenn Sie unachtsam mit dem Herd oder mit Kerzen umgehen? Könnte es dann nicht für alle gefährlich werden? Gut beraten ist, wer diese Sorgen ernst nimmt. Sie könnten dann anbieten, dass Sie eine Telefonnummer (z. B. der Kinder) für Notfälle hinterlegen. Oder Sie verweisen auf die technischen Hilfsmittel, die Sie dabei unterstützen werden, sicher zu wohnen.

Seien Sie nachsichtig mit den Nachbarn, die jetzt erst einmal nicht wissen, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Sie selbst haben ja auch einige Zeit gebraucht, um die Diagnose zu verarbeiten. Sagen Sie Ihren Nachbarn was Sie sich von Ihnen wünschen: Einfach weiter ganz normal dazugehören – und wenn möglich, ein bisschen mehr Verständnis dafür, dass manche Dinge nicht mehr so schnell oder so gut klappen.

Vor allem mit Hinblick auf das mögliche Voranschreiten der Erkrankung ist eine gute Nachbarschaft wichtig, um weiter – allein oder mit Partner/in – in der eigenen Wohnung leben zu können. 

Frau K. erzählt:

„Wir wohnen seit fünf Jahren in einer hübschen kleinen Wohnanlage. Immer öfter passiert es mir jetzt, dass ich Nachbarn nicht erkenne oder dass ich nicht weiß, ob ich der Nachbarin vielleicht schon mehrfach einen „Guten Tag“ gewünscht habe. Darum bin ich diesen Begegnungen ausgewichen oder habe so getan, als würde ich die andere Person nicht bemerken. Meine Nachbarin hat sich gewundert, weil ich plötzlich so abweisend war. Das hat unsere gute Beziehung gestört. Irgendwann hat die Nachbarin mich dann direkt gefragt, was los ist. Wir haben lange geredet. Sie war natürlich von der Diagnose geschockt. Aber es war auch eine Erleichterung, dass sie nun wusste, warum ich so reagiert habe. Nun macht es mir nicht mehr so viel aus, wenn ich sie mehrmals am Tag begrüße. Es ist wieder eine ganz normale Nachbarschaft.“ 

Tipp:

Falls es Nachbarn gibt, die Sie jetzt für komplett dement erklären möchten und Ihnen den Umzug in Betreutes Wohnen oder ein Pflegeheim vorschlagen, dürfen Sie auch Grenzen setzen. Sagen Sie, dass ein nachlassendes Kurzzeitgedächtnis nichts mit den Fähigkeiten im Alltag zu tun hat.

Ende der Leseprobe

Erscheinungsdatum 5.10.2020

Reinhardt Verlag München

ISBN 978-3497028009

168 Seiten

19,90 Euro

 

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