Der richtige Weg zur Diagnose

Der richtige Weg zur Diagnose

Foto: Monkey Business Images/Shutterstock.com

Was Ihnen das Internet, ein Test in Zeitschriften und Ihre alte Nachbarin über Ihre Krankheiten nicht sagen können

Eine Demenz-Diagnose kann man nicht eben mal durch den Test in einer Zeitschrift erstellen. Und auch die Nachbarin, die sich offensichtlich mit Krankheiten aller Art auskennt ist keine Hilfe. Auch in den Medien spielt Demenz eine zunehmende Rolle – in Spielfilmen, im Tatort, in Talkrunden und bei Hauptsache Gesund.

Brigitte Herbst bemerkt seit einiger Zeit, dass ihr Kurzzeitgedächtnis-Gedächtnis sie immer mal wieder im Stich lässt. Auch ihr früher so gutes Namens-Gedächtnis macht ihr Sorgen. Sie beschließt der Sache auf den Grund zu gehen.

Wie viel Vergesslichkeit ist normal?

Im Internet findet Brigitte eine Liste mit Störungen, die bei einer Demenz auftregen können.

  • Störungen der Merkfähigkeit
  • Wortfindungsstörungen
  • Orientierungs-Störungen
  • Gestörtes Zeitempfinden
  • Handlungsstörungen
  • Unsicherheit und Fehler beim Autofahren
  • Unfähigkeit, den Alltag zu bewältigen

Jeder kann einmal etwas vergessen. Brigitte erinnert sich, dass sie schon als Kind eine „Turnbeutel-Vergesserin“ war. Beim Einkaufen vergaß sie Dinge, die sie nicht notiert hatte. Und hatte sie nicht öfter schon den Geburtstag von Tante Olga vergessen. „Alles ganz normal in unserem Alter“, sagt ihre Freundin am Telefon.

Ihre Nachbarin scheint anderer Meinung zu sein. Seit Brigitte einen Topf mit Kartoffeln auf dem Herd vergaß, fragt sie ständig nach dem Arztbesuch.

 

Welcher Arzt ist der richtige beim Verdacht auf eine Demenz Diagnose?

Tatsächlich beobachtet Brigitte schon seit längerer Zeit kleine Missgeschicke. Ihre Hausärztin hört ihr aufmerksam zu. Sie nimmt die Sorgen der 69-jährigen ernst. Sie beschreibt ihr, welche Ärzte als Fachärzte für Demenz gelten. Traditionell waren in Deutschland die Fachgebiete Neurologie und Psychiatrie zusammengefasst. Man ging zum „Nervenarzt“.

Auch wenn es immer noch Nervenarzt-Praxen gibt: Heute ist es aufgrund der enormen Entwicklung in beiden Wissenschaftsgebieten für einen Menschen nicht mehr möglich, beide Fächer auf höchstem Niveau zu beherrschen.

  • Neurolog:innen beschäftigen sich mir dem Nervensystem, mit seinem Aufbau, seinen Funktionen und Störungen. Bei einem Demenz-Verdacht können durch neurologische Untersuchungen krankhfte Veränderungen des Gehirns erkannt werden.
  • Psychiaterinnen und Psychotherapeutinnen untersuchen und behandeln krankhafte Veränderungen des Verhaltens und Störungen der Gefühle und des Denkens.

Brigitte erhält eine Überweisung in die Gedächtnisambulanz der Uniklinik. Dort sollen sowohl neurologische als auch psychologische Untersuchungen gemacht werden.

Fachabteilungen zur Diagnose von Demenz-Erkrankungen heißen

  • Gedächtnisambulanz
  • Gedächtnis-Sprechstunde
  • Memory-Klinik

Hier finden Sie eine Übersicht über Einrichtungen in Ihrer Nähe.

Diese Untersuchungen müssen gemacht werden

Es gibt sogenannte S3-Leitlinien für die Diagnostik einer Demenz. Daran sollen sich Fachärzte halten. Bei einer Gedächtnisambulanz kann man sich sicher sein, dass die Empfehlungen der Leitlinie eingehalten werden. Es ist genau festgelegt, welche Untersuchungen gemacht werden sollen.

  • Ärztliches Aufnahmegespräch: Der Arzt oder die Ärztin fragen nach Vorerkranungen und welche Veränderungen der Patient selbst erlebt. Wenn man von einem Angehörigen begleitet wird, werden die Beobachtungen des Angehörigen erfragt. Wenn Sie regelmäßig Medikament benötigen, sieht sich der Arzt auch Ihren Medikamentenplan an. Es gibt Medikamente, die die Funktionsweise des Gehirns beeinträchigen.
  • Blutuntersuchung: Gezielt werden die Blutwerte ermittelt, die für Konzentration, Merkfähigkeit und Leistungsfähigkeit des Gehirns eine Rolle spielen. Mediziner, die sich ausschließlich mit den Erkrankungen des Gehirns beschäftigen, werten die Ergebnisse aus.
  • CT (Computer-Tomografie) oder MRT (Magnet-Ressonanz-Tomografie): CT und MRT sind bildgebende Verfahren. Sie erlauben einen Einblick in den aktuellen Zustand des Gehirns und helfen dabei, die Form der Demenz festzustellen und andere behandelbare Ursachen (z. B. Einen Hirntumor) zu erkennen.
  • Psychologoisches Gutachten: Die ärztlichen Bezeichnungen für diese Untersuchung sind MMST oder DemTect. Hier müssen Sie Fragen beantworten und Aufgaben lösen. Auch der Uhrentest kann angewendet werden.

Idealerweise werden die Tests an verschiedenen Tagen gemacht. Die Patienten sollen nicht überfordert werden.

 

Auf diese Fragen beim psyhologischen Test sollten Sie sich einstellen

Vom Uhrentest hat Brigitte schon einmal etwas gehört. Sie probiert eine Uhr zu zeichnen. Mit dem Ergebnis ist sie einigermaßen zufrieden. Doch ein Zeichentalent ist sie sicher nicht. Sie ist neugierig, was sie beim Test in der Gedächtnisambulanz erwartet.

Brigitte ist bei diesem Termin etwas aufgeregt. „Völlig normal!“, sagt die Psychologin, die sie empfängt. Die ruhige Art der jungen Frau tut ihr gut. Auch die helle Einrichtung des Raumes trägt dazu bei, dass sie sich etwas wohler fühlt.

Die Psychologin erklärt Brigitte, dass die Testergebnisse immer mit den Ergebnissen von Personen der gleichen Altersklasse verglichen werden. Sie darf also heute weniger Punkte erreichen, als sie vor 20 Jahren erreicht hätte.

Im Test muss Brigitte folgdende Aufgaben lösen:

  • 10 verschiedene Wörten sollen gemerkt und später wiederholt werden.
  • Ein Wort soll vorwärts und rückwärts zu buchstabiert werden.
  • Abbildungen sollen benannt werden.
  • Begriffe müssen Oberbegriffen zugeordnet werden.
  • Ein Test ermittelt wie viele Ziffern man sich merken kann
  • Eine geometrische Figur soll abgezeichnet werden.

Am Ende glaubt Brigitte, dass sie gut abgeschnitten hat. Die Psychologin bestätigt ihren Eindruck. Eine endgültige Auswertung der Ergebnisse wird Brigitte beim ihrem nächsten Termin in der Ambulanz erhalten.

Eine exakte Diagnose verrät, welche Demenz-Form Sie haben

Im alltäglichen Sprachgebrauch werden die Begriffe „Alzheimer“ und „Demenz“ oft gleichbedeutend verwandt. Tatsächlich ist Demenz der Oberbegriff und Alzheimer eine Form der Erkrankung. Es gibt es sehr viele verschiedene Demenz-Arten.

Das sind die häufigststen Demenzformen:

  • Die Alzheimer-Demenz ist die häufigste Demenzform. Ihre Ursachen sind leider noch nicht vollständig geklärt. Doch mal kennt Prozesse, die das Entstehen der Krankheit begünstigen. Plaques aus Beta-Amyloid und Fibrillen aus Tau sind Eiweißablagerungen, die die Funktionsweise des Gehirns stören.
  • Vaskuläre Demenzen. Vaskulär bedeutet „gefäßbedingt“. Unter vaskulären Demenzen versteht man alle Formen, bei denen die Krankheit durch Veränderungen der Durchblutung des Gehirns ausgelöst wird. Dazu gehören Gefäßverschlüsse und Infarkte. Die Multi-Infarkt-Demenz (MID) ist eine Sonderform.
  • Lewy-Körperchen-Demenz. Die Symptome dieser Form der Erkrankung ähneln denen der Alzheimer Demenz. Zusätzlich können Halluzinationen auftreten. Auch häufige Stürze oder Parkinson-Symptome können auf diese Form deuten. Die Patienten sprechen gut auf Antidementiva an. Die Gabe von Neuroleptika dagegen sollte unbedingt vermieden werden.
  • Frontotemporale Demenz. Frontotemporale Demenzen beginnen oft bereits zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr. Auffällig ist eine gestörte Fähigkeit, Impulse zu steuern. Daher wird die Erkrankung anfangs häufig mit psychischen Störungen verwechselt.

Eine genaue Diagnostik erlaubt eine zielgerichtete Therapie. Bisher gibt es kein Medikament, dass eine Demenz-Erkrankung heilen kann.

 

Andere Diagnosen, die keine Demenz sind

Es gibt eine Reihe von Erkrankungen, die sehr ähnliche Symptome haben wie eine Demenz.

Dazu gehören unter anderem

  • Depressionen
  • Vitaminmangel (besonders B12)
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Altershirndruck
  • Flüssigkeitsmangel

Für diese Erkranunkungen gibt es zum Teil sehr gute Behandlungsmöglichkeiten. Auch deshalb ist eine frühzeitige Diagnostik wichtig.

 

Diagnose Demenz – So geht es weiter

„Wie soll es nun weiter gehen?“ fragt Brigitte, als der Arzt ihr die Diagnose beginnenden Alzheimer Demenz mitteilt.

In den S-3-Leitlinien steht auch welche Therapien sinnvoll sind. Zunächst bespricht der Arzt, welche Medikamente sinnvoll sind.

  • Medikamente, die den Verlauf einer Demenz verzögern sollen, heißen Antidementiva.
  • Auch hochdosierte Gingko-Präparate werden aus Sicht der Leitlinie empfohlen. Diese Medikamente sind frei verkäuflich, dürfen aber auch vom Arzt auf Rezept verordnet werden. Der Arzt prüft, ob dieses Medikament für Sie geeignet ist. Sie sollten es nicht ohne Rücksprache einnehmen!
  • Im Falle einer vaskulären Demenz müssen auch die Grunderkrankungen, wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung oder Diabetes gut behandelt werden.

Ebenso werden in der Leitlinie nicht-medikamentöse Therapien empfohlen. Dazu gehören Ergotherapie und Logotherapie. Sie sind genau so wirksam wie Medikamente.

Brigitte verspricht dem Arzt, gut zu beobachten, ob sie die neuen Medikamente gut verträgt. Anderenfalls wird sie sich melden. Dann kann ein anderer Wirkstoff verordnet werden. Auf die Ergotherapie freut sie sich sogar ein klein wenig. Denn sie hat beschlossen, alles zu tun, was sie weiterhin fit hält.

 

Kurz erklärt im Video

Prof. Markus Donix von der Gedächtnisambulanz der Uniklinik in Dresden erklärt den Weg zur Diagnose in diesem Video. (Bitte Video „Gedächtnisambulanz anklicken)

Zusammenfassung

Es gibt verschiedene Demenzformen.

Um herauszufinden, ob jemand tatsächlich an einer Demenz erkrankt ist, müssen verschiedene Untersuchungen gemacht werden. Dazu gehören u.a. eine Blutuntersuchung, MRT oder CT und ein psychologischer Demenz-Test.

Der Arzt kann dabei auch feststellen, ob eine andere Erkrankung für die Symptome verantwortlich ist. Deshalb sollte man so früh, wie möglich zum Arzt gehen.

Die Therapie der Demenz kann durch Medikamente und/oder nicht-medikamentöse Therapien erfolgen. Heilbar ist eine Demenz-Erkrankung bisher leider nicht.

Sieben Personen, mit denen Sie nicht über Ihre Diagnose reden sollten

Sieben Personen, mit denen Sie nicht über Ihre Diagnose reden sollten

Foto: Pressmaster/Shutterstock.com

Warum es wichtig ist, dass Sie nach der Demenz-Diagnose mit der richtigen Person sprechen

 

Die Diagnose Demenz aus dem Mund eines Arztes zu hören, kann einem Menschen den Boden unter den Füßen wegziehen. Viele Menschen berichten in meiner Beratung von dem Gefühl, als seien sie in ein tiefes Loch gefallen. Wieder und wieder drehen sich die negativen Gedanken im Kreis. Jemand nannte es „seine Grübelseuche“. Mit wem können sie jetzt darüber reden?

Was Menschen dann brauchen, ist ein Freund oder eine Freundin, die empathisch zuhören. Menschen wünschen sich Mitgefühl und Verbundenheit – trotzt und wegen Allem!

Hoffnung und Ermutigung – das ist es, was Sie in dieser Situation brauchen. Also können Sie jetzt nicht irgendwen anrufen und sagen: „Du, hör mal …“ Sie brauchen eine Person, bei der Sie sich verstanden fühlen. Eine Person, die Ihnen Mut macht, wenn Sie von Ihren Gefühlen erzählen.

Kurz gesagt, es muss die für Sie richtige Person sein. Ein besonderer Mensch, der Mitgefühl zeigen kann, ohne in Mit-Leiden zu versinken. Jemand der die Kunst des Zuhörens versteht. Und der selbst mit beiden Beinen fest auf der Erde steht, so dass Sie sich mit der Schwere Ihrer Sorgen an ihn lehnen können und für den Moment gehalten werden. Im besten Falle geht etwas von dieser Stärke auf Sie über für den nächsten Schritt.

Was die kleine Momo konnte wie kein anderer, das war: Zuhören. Das ist doch nichts Besonderes, wird nun vielleicht mancher sagen, zuhören kann doch jeder. Aber das ist ein Irrtum. Wirklich zuhören können nur ganz wenige Menschen. Und so wie Momo sich aufs Zuhören verstand, war es ganz und gar einmalig.

… Sie konnte so zuhören, dass ratlose und unentschlossene Leute auf einmal ganz genau wussten, was sie wollten. Oder dass Schüchterne sich plötzlich frei und mutig fühlten. Oder dass Unglückliche und Bedrückte zuversichtlich und froh wurden. So konnte Momo zuhören!

Michael Ende

Aus dem Roman "Momo"

 

Zuhören kann wirklich nicht jeder. Besser man erzählt von seiner Diagnose in dieser Phase, in der man selbst so verletzlich ist, nicht einfach irgendwem von seinen Gefühlen.

Deshalb sollten Sie die folgenden Personen für die ersten Tage nach der Diagnose von Ihrer Telefonliste streichen:

 

1. Die Person, die Sie mit Mitleid überschüttet

Mitleid ist etwas anderes als Mitgefühl oder Empathie. Beides könnten Sie jetzt wirklich gebrauchen. Menschen als bemitleidenswert zu bezeichnen, bedeutet sich über sie zu stellen. Der an Parkinson erkrankte Schauspieler Michael Fox bezeichnet Mitleid sogar als eine „Form von Misshandlung“. Und letztendlich, wer mit leidet, der ist kaum in der Lage Mut und Hoffnung zu vermitteln.

Narzissten zeigen kein wirkliches Mitgefühl. Stattdessen greifen Sie zu standardisierten Mitleidssprüchen. „Ach, meine Liebe (mein Lieber), das tut mir so unendlich leid für dich!“ wird die Person sagen. „Oh je, du Arme(r)!“ Irgendwie klingt es immer etwas künstlich. Wie dieser falsche hellrosa Zuckerguss über trockenen Törtchen.

Wenn Sie dieser Person begegnen, sollten sie ihr ganz konkret sagen, welche Hilfe Sie sich von ihr wünschen.

2. Die Person, die sich weigert, die Realität anzuerkennen

„Das kann doch gar nicht sein! Du doch nicht!“ werden dieser Freund oder diese Freundin sagen. Und sie meint damit, lass uns einfach so tun, als wenn da nichts gewesen wäre.

Eigentlich wollen Sie das auch. Weitermachen wie bisher – und am besten so, als gäbe es diese Krankheit gar nicht. Doch jetzt wollen Sie reden. Der Volksmund sagt: Das Herz ausschütten. Doch das gelingt nur, wenn der Gesprächspartner zulässt, dass Sie über Ihre tiefsten Ängste und Gefühle sprechen können.

 

3. Die Person, die nur von sich erzählt

Eine Person dieser Art hat wohl jeder in seinem Bekanntenkreis. Sie sprechen kurz ein Thema an.  Und schon reißt ihr Gesprächspartner das Gespräch an sich und erzählt, was ihm selbst schon einmal Schlimmes passiert ist. Und nun können Sie getrost den Hörer danebenlegen. Die Person wird derweil von ihrem eigenen Unglück, von schlimmen Unfällen, bösen Krankheiten und großen Katastrophen berichten, die nichts – aber auch gar nichts – mit Ihrer aktuellen Situation zu tun haben.

Vielleicht sind Sie so nett und sagen einfach: „Es hat eben an der Tür geklingelt“, bevor Sie den Hörer auflegen.

 

4. Die Person, die völlig verzweifelt ist

Diese Person ist besonders häufig im Angehörigenkreis zu finden. Sie wird nach Ihrem Bericht die Schultern hängen lassen. „Ja, was soll denn jetzt werden? Wie soll es nun weiter gehen?“ wird sie Sie völlig deprimiert fragen. Geteiltes Leid ist plötzlich doppeltes Leid.

Schuldgefühle können dabei durchaus eine Rolle spielen. „Was haben wir falsch gemacht? Was hätten wir tun sollen?“ Ebenso häufig ist Scham vertreten. „Was werden die Anderen denken? Wie können wir ihnen noch gegenübertreten?“

Hier ist Ihr Mut gefragt. Bitten Sie die Person mit Ihnen eine Beratungsstelle zu besuchen. So lernen Sie gemeinsam Wege kennen, mit der Diagnose gut zu leben. Sie haben so von Anfang an einen Unterstützer an Bord.

 

5. Die Person, die neugierig ist

Hier haben Sie es mit einer Person zu tun, die zwei offenen Ohren für Sie hat. Sie fragt nach allen Details. Also, wie war das? Und was ist passiert? Und welche Anzeichen sind da? Wie lange geht das eigentlich schon? Und was sagen die Kinder? Die Nachbarn? Und welches Heim käme denn mal in Frage?

Ihr Gesprächspartner kann gar nicht aufhören zu fragen. Und allmählich wird es Ihnen klar. Dem Anderen geht es nicht darum, Ihnen in dieser Situation eine Stütze zu sein. Vielmehr geht es ihm darum, möglichst viele Details für eine spannende Geschichte zu erhaschen, die er demnächst im Freundeskreis erzählen könnte.

 

6. Die Person, die immer alles besser weiß

Diese Person hat es gleich gewusst. Sie ist sich ganz sicher, was Sie jetzt tun müssen. Nicht selten sind Besserwisser sehr intelligente Menschen, aber mit geringer emotionaler Intelligenz, schreibt der Trainer für Stressmanagement Burkhard Heidenberger.

Der Besserwisser drängt seine Gesprächspartner in eine Opferrolle. Er zieht persönliche Befriedigung daraus, dass er Ihnen die Welt erklären kann. Dabei ist er sehr überzeugend, völlig unabhängig von seinem tatsächlichen Sachverstand.

Heidenbergers Vorschläge zum Umgang mit diesen Menschen lauten

  • Kontern mit Fakten und guten Argumenten. Möglicherweise finden Sie einige Ideen dafür bei Punkt 7.
  • Direkt ansprechen, dass Sie diese Art der „Ratschläge“ nicht benötigen oder akzeptieren wollen.
  • Ignorieren ist bei jenen Menschen angebracht, die ohnehin immer der Überzeugung sind, dass sie recht haben.

Für welche Strategie Sie sich auch entscheiden mögen – bereiten Sie sich auf notwendige Gespräche mit diesem Menschentyp gut vor.

 

7. Die Person, die Ihnen jetzt alles Kompetenzen absprechen will

Diese Person ist eine Sonderform der Besserwisser. Sie erkennen sie an solchen Sätzen:

  • Dann darfst Du jetzt aber nicht mehr Autofahren!
  • Du brauchst dringend einen gesetzlichen Betreuer.
  • Darfst Du überhaupt noch Wein trinken?
  • Das ist zu komplex. Das verstehst Du nicht mehr.

Dazu möchte ich Ihnen eine kleine Geschichte erzählen:

James McKillop lebt seit 2000 mit der Diagnose Vaskuläre Demenz. Er ist Begründer der Schottischen Dementia Working Group. Ich lernte ihn 2011 auf einem Kongress kennen. Dort hielt er den Eröffnungsvortrag. Mehr als 10 Jahre nach der Diagnose! Er berichtete Erstaunliches.

Nahezu alle Mitglieder der Selbsthilfegruppe wurden von ihren eigenen Ärzten nicht ausreichend über die Erkrankung und die Therapien informiert. „Unser Wunsch war, anderen Menschen zu ersparen, was wir hatten durchmachen müssen. Die Diagnose mitgeteilt bekommen und dann zur Tür hinausgeschoben zu werden.  Einer ungewissen Zukunft entgegensehen zu müssen. Die Ärzte waren nicht in der Lage, zu lernen, wie man mit jüngeren Menschen mit einer Demenz umgeht.“

Schnell wurde der Gruppe klar, dass sie es mit einem gesellschaftlichen Problem zu tun hatten. Mit seinem Bericht zehn Jahre später beeindruckte er hunderte Teilnehmer der Veranstaltung. „Selbst-Anwaltschaft liegt dort vor, wo Menschen ermutigt werden, für sich als Person oder als Gruppe zu sprechen. Oft wird irrtümlicherweise vorausgesetzt, dass Menschen mit einer Demenz kein Einsichtsvermögen besitzen und dass Selbst-Anwaltschaft deshalb für sie kaum von Bedeutung ist.“ Als Pionier im Kampf um die Anerkennung von Selbstbestimmung hat McKillop mich persönlich tief beeindruckt und meine Haltung zum Thema Demenz völlig verändert.

Immer mehr Menschen mit Demenz fordern seitdem Mitbestimmung in öffentlichen Gremien. Zuletzt arbeitete McKillop im Vorstand von Dementia Alliance International mit.

Ermutigung

Bevor Sie mit einer Person sprechen, die Ihnen sagen will, was jetzt alles nicht mehr geht, sollten Sie sich unbedingt dieses ermutigende Video ansehen. James McKillop hat es im Juni 2020, also 20 Jahre nachdem er seine Diagnose erhalten hatte, selbst aufgenommen hat. Auch bei fehlenden Englischkenntnissen wird Sie seine Präsenz und sein Rückblick auf 20 Jahre mit der Erkrankung beeindrucken.

 

Die richtige Person, der richtige Ort, der richtige Zeitpunkt

Die Person mit der Sie über Ihre Sorgen sprechen können, sollte jemand sein, die gut im Hier und Jetzt verwurzelt ist. Sie sollte jemand sein, dem ein Gefühls-Sturm nichts anhaben kann. Sie hört mit dem allergrößten Mitgefühl zu. Sie versucht nicht, Sie zu belehren oder aufzumuntern. Sie hört Ihnen einfach nur zu.

 

Überlegen Sie was ein passender Ort dafür sein könnte.

  • Ihr Zuhause, wo Sie alles gut vorbereiten können und vor Störungen sicher sind
  • Ein Park, wo Sie sich im Gehen unterhalten können
  • Ein kleines ruhiges Café mit einer angenehmen Atmosphäre

Für dieses Gespräch sollten Sie beide sich Zeit einplanen. Schließlich ist diese Diagnose kein Thema zwischen Tür und Angel.

Ich wünsche jedem Menschen so eine Person!

Zusammenfassung

 

Es ist nicht leicht, die richtigen Zuhörer zu finden, wenn man nach der Diagnose Verständnis und Ermutigung braucht.

Manche Menschen reagieren nicht hilfreich. Oft sind ihre eigenen Ängste der Grund dafür. Die Kommunikation kann dann auf viele verschiedene Arten giftig sein.

Gut tun Gespräche mit einem empathischen Zuhörer oder einer Zuhörerin.

Viele weitere Tipps und Unterstützung zur Gesprächsführung finden Sie in meinem Buch „Es ist nicht alles Demenz“.

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Autofahren trotz Demenz – (Wie) Geht das?

Autofahren trotz Demenz – (Wie) Geht das?

Worauf Sie achten sollten, wenn Sie weiterhin hinterm Steuer sitzen

 

„Ja, darfst Du denn jetzt überhaupt noch Auto fahren?“ Diese Frage stellen sich viele Menschen nach der Diagnose selbst. Noch viel öfter hören sie die Worte von anderen. Doch die Frage „Autofahren trotz Demenz-Diagnose“ ist nicht so leicht zu beantworten. Generell möchte man als Autofahrer weder andere Menschen gefährden noch Dinge beschädigen. Gleichzeitig steht ein eigenes Fahrzeug für Mobilität und Unabhängigkeit.

Demenz ist nicht gleich Demenz

Jährlich erhalten laut einer Studie der Deutschen Alzheimer Gesellschaft in Deutschland mehr als 300.000 Menschen die Diagnose Demenz. Das sind etwa 900 Menschen pro Tag. Einige von ihnen erhalten die Diagnose sehr spät. Sie gehen erst zum Arzt, nachdem sie selbst schon massive Probleme im Alltag haben.

Andere Menschen, so wie Bernhard Rother*, gehen (oder fahren) in einem viel früheren Stadium der Erkrankung zum Arzt .

Bernhard ist seit zwei Jahren im Ruhestand. Zunächst schob er seine zunehmende Vergesslichkeit auf die vielen Veränderungen in seinem Alltag. Seine alte Struktur fehlte ihm. ER vermisste das morgendliche Aufstehen, die exakt festgelegten Arbeitsabläufen im Labor und die Dispute mit den Kollegen. Auch dass es nun keine gemeinsamen gefeierten kleinen und großen Erfolge gab, machte ihn traurig.

Die Krankheit beginnt schleichen

Seine Frau Monika war es, die sich zuerst Sorgen machte. Er sei so zerstreut, vergesse immer wieder Abmachungen. Und auch das Chaos in seiner Werkstatt und im Gartenhaus gefiel ihr gar nicht. Sie kannte Bernhard als ordentlichen, gut strukturierten Mann. Die Diagnostik erfolgte in der Gedächtnisambulanz der Uniklinik.Insgesamt drei Mal fuhr Bernhard dafür in die die 40 km entfernte Landeshauptstadt. (

Wie eine gute Diagnostik aussieht, können Sie hier nachlesen. Bernhard war froh, seine Frau an seiner Seite zu haben, als beim dritten Besuch die Diagnose verkündet wurde: Alzheimer Demenz im frühen Stadium. Er hatte das Gefühl, ins Bodenlose zu fallen. Selbst Auto zu fahren, traute er sich an diesem Tag nicht mehr. Würde er es überhaupt noch dürften?

 

Was sagt eigentlich das Verkehrsrecht zum Thema Autofahren

Das Strassenverkehrs-Gesetz sagt: Jeder Verkehrsteilnehmer hat die Pflicht seine Eignung zur Teilnahme am Straßenverkehr zu prüfen. Das Verkehrsrecht unterscheidet dabei Fahreignung und Fahrtüchtigkeit.

Die Rechtsanwältin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Bärbel Schönhof schreibt:

In den Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung wird kein grundsätzliches Fahrverbot bei leichter Demenz gefordert. Die Fahreignung, also die generelle Befähigung zum Führen eines Kraftfahrzeugs sei zu diesem Zeitpunkt in der Regel noch gegeben. 

Für alle Formen der Demenz gilt, dass die Fahreignung im Verlauf der Krankheit abnimmt und dass das Autofahren bei einer mittelschweren und schweren Demenzerkrankung eingestellt werden muss.

Was bedeutet das ganz genau, fragte sich Bernhard. Er wusste, dass Alkohol und einige Medikamente die Fahrtüchtigkeit einschränkten, ebenso wie Müdigkeit oder Krankheitsgefühl. Doch wie war das mit seiner Demenz?

Fahr-Fitness-Check und Mobilitäts-Check für Senioren

ADAC-Test für Senioren

Im Internet fand Bernhard heraus, dass der ADAC einen Fahr-Fitness-Check für ältere Fahrer anbietet. Als ADAC-Mitglied zahlt er dafür nur 59 Euro. Begleitet von einem Fahrlehrer fährt Bernhard durch die kleinen Gassen seiner Heimatstadt, ein Stück Landstraße und dann zurück ein kurzes Stück über die Autobahn. Er macht seine Sache gut, das bestätigt ihm der Fahrlehrer. Trotz Demenz darf er weiteer Autofahren. Dennoch gibt der Fahrlehrer ihm einige Hinweise mit auf den Weg. So weiß Bernhard, woran er erkennen kann, dass sich seine Fahreignung verschlechtert. Wenn Sie das auch wissen möchten, holen Sie sich die Checkliste.

Sicherheits-Check bei der DEKRA

Monika hat sich selbst und Bernhard zu einem Mobilitäts-Check bei der DEKRA angemeldet. Sie sagt, dass sie nun öfter die längeren Strecken übernehmen möchte. Da will sie selbst auch sicher sein, dass sie dazu noch fit genug ist. Beim Mogliltäts-Check werden neben der Fahrbeobachtung auch Sehkraft, Hörvermögen, Beweglichkeit und Belastbarkeit geprüft. Am Ende erhalten Bernhard und Monika jeweils ein Zertifikat, dass ihre aktuelle Fahreignung bestätigt.

Immerhin, hätten sie den Test nicht bestanden, wäre keine Behörde benachrichtigt worden. Die Teilnehmer entscheiden selbst, wie Sie mit den Empfehlungen umgehen und welche Konsequenzen Sie daraus ziehen. 

Konkrete Absprachen erhöhen die Sicherheit

Bernhard und Monika besprechen, worauf sie in Zukunkft in punkto Autofahren besonders achten möchten. Bernhard ist froh, dass sich seine Frau beim letzten Autokauf mit ihrem Wunsch nach einem Automatik-Fahrzeug durchgesetzt hat. Das macht ihnen beiden das Fahren leichter.

Darüber hinaus treffen sie folgende Vereinbarungen.

  1. Vor jedem Fahrtantritt prüft Bernhard genau, ob er sich wohl fühlt. Falls nicht, wird die Fahrt verschoben oder Monika setzt sich ans Steuer.
  2. Auf bekannten, kurzen Strecken fährt Bernhard.
  3. Alle Ziele werden im Naviagationsgerät programmiert, so dass Bernhard dieses Hilfsmittel bei Bedarf jederzeit nutzen kann.
  4. Wenn möglich, werden Autobahnabschnitte und Gefahrenstellen vermieden.
  5. Monika und Bernhard vermeiden die Hauptverkehrszeiten.
  6. Sie fahren nicht nachts oder bei schlechtem Wetter.
  7. Bernhard wird regelmäßig den Fitness-Check des ADAC nutzen.

Für den Adventsbesuch bei den Kindern wollen Bernhard und Monika in diesem Jahr die Bahn nutzen. Ihr Enkel hat gerade die Fahrerlaubnis-Prüfung bestanden und wird sie vom Bahnhof abholen.

Wenn das Risiko zu hoch wird

Konrad Maywald* hat in den letzten Monaten mehrere Bagatellunfälle verursacht. Als ehemaliger Kraftfahrer kann der heute 80jährige gar nicht verstehen, wieso ihm so etwas immer wieder passiert.

Sein Arzt spricht mit ihm. Aufgrund des schlechten Ergebnisses des Demenz-Tests und der verordneten Medikamente darf er nicht mehr fahren. 

Niemals sich selbst und andere gefährden

In erster Linie geht es darum, keine Menschenleben zu gefährden. Das kann auch passieren, wenn Konrad Maywald nur noch kurze, gut bekannte Strecken fährt.  Seine Reaktionsgeschwindigkeit hat abgenommen. Er kann nicht mehr so schnell reagieren. Wenn er auf ein unerwartetes Ereignis zu spät reagiert , bringt er andere und sich selbst in Gefahr. Denken Sie nur an ein Kind, das auf die Straße läuft oder einen schnellen Radfahrer, der plötzlich „wie aus dem Nichts“ auftaucht!

Doch Konrad Maywald nimmt auch ein finanzielles Risiko auf sich, wenn er sich nicht an die Empfehlung des Arztes hält. Im Falle eines weiteres Unfalls kann die Versicherung ihn durchaus zur Kasse bitten.

 

Die Versicherung bittet zur Kasse

Wenn ein demenzkranker Mensch einen Unfall verursacht, muss zunächst die Kfz-Haftpflichtversicherung den Schaden, den Andere erleiden, regulieren.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung kann sich jedoch einen Teil des Schadens ersetzen lassen. Der Fahrer und sein Angehörigen können haftbar gemacht werden.

Sogar  strafrechtliche Konsequenzen kommen im Falle eines schweren Unfalls in Betracht.

Auch ohne Auto mobil bleiben

Konrads Sohn ist erleichtert, als der Vater auf Anraten des Arztes seinen Autoschlüssel abgibt. Doch er weiß auch, wie wichtig dem Vater die mobile Unabhängigkeit ist. Gemeinsam haben sie ausgerechnet, wie viel Geld Konrad durch den Verkauf des Autos spart:

  • Geld aus dem Verkauf des Fahrzeugs
  • Gesparte Benzinkosten
  • Gesparte Versicherung und KFZ-Steuer
  • Gesparte Kosten für Wartungen und Reparaturen

Konrad staunt. Da kommt eine ganz schöne Summe zusammen. Tatsächlich kann er sich dafür ohne schlechtes Gewissen den Luxus eines Taxis gönnen.

Sein Sohn hat ihm die Rufnummer der örtlichen Taxigesellschaft ausgedruckt und bringt sie dort an, wo früher der Autoschlüssel hing. So bleibt er auch ohne Auto mobil.

Zusammenfassung

 

Die Fahreignung zum Führen eines KFZ besteht am Beginn einer Demenz-Erkrankung in vielen Fällen durchaus noch. Doch im Verlauf der Erkrankung gehen wesentliche Kompetenzen verloren. Niemand kann vorhersagen, wie lange die zum Autofahren notwendigen Fähigkeiten erhalten bleiben.

 

Die Hinweise und Empfehlungen des Haus- und Facharztes sind eine gute Grundlage für die Entscheidung für oder gegen das Autofahren. Auch bei Tests bei ADAC, DEKRA und TÜV erhält man eine realistische Einschätzung zur Fahrweise. Wiederholen Sie diese Tests zu Ihrer eigenen Sicherheit regelmäßig.

*Namen geändert

Für Sie: Kostenlose Checkliste zur Einschätzung der Fahrsicherheit

Gern sende ich Ihnen regelmäßig meine besten Tipps und interessante Neuigkeiten zu. Dazu gibt es ein PDF mit 16 Punkten zur Einschätzung der Fahrsicherheit, dass Sie so oft ausfüllen können, wie Sie möchten.

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